Eine Geschäftsreise für Gymnasiasten

Drei Zehntklässler vom Carlo-Schmid-Gymnasium stellten die Arbeit ihrer Schülergenossenschaft auf der Grünen Woche am 20. und 21. Januar in Berlin vor.

Jugendliche der Schülergenossenschaft „Früchtebecher“ versorgen ihre Mitschüler und Lehrer mit frischem Obst – in den Pausen am Carlo-Schmid-Gymnasium. Am Wochenende waren drei junge Genossenschafts-Vertreter auf Geschäftsreise in Berlin: Sie präsentierten ihr Unternehmen auf der weltgrößten Landwirtschaftsmesse, der „Grünen Woche“.

In Berlin hatten die drei Zehntklässler mit ihrem Lehrer volles Programm. Am Samstagmorgen ging ihr Flieger hin, am Sonntagabend zurück. Dazwischen hatten sie mehrere Präsentationstermine auf der Messe und waren beim offiziellen Empfang von Minister Peter Hauk in der baden-württembergischen Landesvertretung, der sie nach Berlin eingeladen hatte und persönlich begrüßte. Außerdem schafften sie eine Stippvisite am Brandenburger Tor und auf der Reichstags-Kuppel. Die Reisekosten der Schüler wurden von unserem Haus und unserem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) übernommen, mit dem BWGV waren sie auch am Messestand.

Am Abend in der Landesvertretung wurden dann Kontakte geknüpft und potenzielle Partner für Ihre Produkte kennengelernt. Neuen Ideen bescherte ihnen der Tag auf der Messe: Dort hatten die drei einen Termin mit einem Gourmetkoch, der ihnen zeigte, wie sie mit wenigen gesunden Zutaten ihre Früchte aufwerten. Joghurt mit Limetten-Abrieb obendrauf auf die Apfelschnitze, dann noch eine Nussmischung mit getrockneten Himbeeren.

Ihren vollgepackten Tag ohne die kleinste Pause, wie bei Geschäftsleuten, fanden sie echt anstrengend. Das Einzelzimmer im Hotel, wie es Geschäftsleute haben, umso angenehmer. Am Sonntag blieben ihnen wenige Stunden, um die Hauptstadt zu erkunden. Ihre Begegnungen mit Politik und Wirtschaft haben Eindruck hinterlassen.

Wir freuen uns darüber, die Schülergenossenschaft „Früchtebecher“ als Partner auf ihrem unternehmerischen Weg zu begleiten.

INFOS: Schülergenossenschaften

Schülergenossenschaften sind von Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich geführte Schülerunternehmen, die auf dem genossenschaftlichen Unternehmensprinzip beruhen. Im Rahmen eines Schulprojektes erarbeiten sie eigene Geschäftsideen, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Produkte und Dienstleistungen, die sowohl schulintern als auch außerhalb der Schule vertrieben werden. In Baden-Württemberg gibt es seit 2014 Schülergenossenschaften, aktuell sind es 18. Die Fäden laufen beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) zusammen. Jede Schülergenossenschaft braucht eine Genossenschaft als verbindlichen Partner, beispielsweise eine genossenschaftliche Bank.